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- Vita
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VITA: Simone Deichmann (M.A.) ist 1972 in Heidelberg geboren. Während des Absolvierens zweier künstlerisch orientierter Studiengänge arbeitete sie nebenher kunsttherapeutisch in der forensischen Psychiatrie sowie kunstpädagogisch mit Kindern und Jugendlichen. Seit einigen Jahren ist Simone als freischaffende Autorin, Illustratorin und Künstlerin (Fotokunst, Malerei, Grafik) tätig. In Ihrer Freizeit besucht sie gerne Burgen und Schlösser, Klöster, alte Friedhöfe und Felsland- schaften in und um Deutschland. Mit einem Faible für Geheim- nisvolles und einer Vorliebe für düstere Legenden verleiht sie ihren Werken einen magischen Charme.
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- Intensionen (1/2)
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ÜBER MEIN KÜNSTLERISCHES ARBEITEN:
Kunst bzw. künstlerisches Tun ist ein wichtiger Teil von mir. Egal, ob ich male, zeichne, plastiziere oder fotografiere – ich bin dann ganz bei mir. Der kreative Prozess „tut mir gut“ und gehört genauso zu meinem Leben wie das tägliche Aufstehen und wieder zu Bett gehen, und dies schon von klein auf. Besonders wichtig ist für mich hierbei, meinen eigenen Weg zu gehen und meine Stilrichtung entwickeln zu können. In der heutigen Zeit gibt es viele Ablenkungen - alles ist so schnell, will so mächtig sein, strebt danach, ganz oben zu stehen: Ohne Rücksicht auf Verluste, oftmals den Blick für das Wesentliche dabei verlierend.
Mir sind im Alltag wie in der Kunst vor allem die Details wichtig – die kleinen, „scheinbar unscheinbaren“ Dinge, die man schnell außer Acht verliert, ohne die das Leben aber nicht mehr lebens- und liebenswert wäre. Es ist mir ein Anliegen, genau daran anzuknüpfen und mein Leben an diesen Werten zu orientieren. Dementsprechend gestalte ich auch meine Werke. So kann man zum Beispiel an Statuen, die - scheinbar belanglos - an einem Platz oder in einem Park stehen, vorbeigehen, ohne sie wahrzunehmen. Oder aber man nimmt sich für einen Moment die Zeit, sie anzusehen, sie auf sich wirken zu lassen: Manchmal stehen sie in Gruppen zusammen und kommunizieren miteinander. Sie erzählen sich Geschichten, lachen oder plaudern - von niemandem bemerkt, weil die Zeit uns nicht mehr gelehrt hat, hinzuschauen. Dabei lohnt es sich, ihnen einen Moment Aufmerksamkeit zu schenken. Und manchmal können wir dann ihren Atem spüren, können wir ahnen, ja sogar hören, was sie uns sagen möchten. In meinen Arbeiten gehe ich auf Entdeckungsreise nach den inneren Wesen der Figuren, versuche ihre Neugierde, ihren Trotz, ihre Eitelkeit oder auch Betrübtheit aufzuspüren und fotografisch wie malerisch wiederzugeben. Bei alten Bauwerken und Felsformationen verhält es sich ganz ähnlich. Ihre alten Steine stecken voller Geheim- nisse, erzählen jahrhundertealte Geschichten, leben endlose Träume – sind Ruinen der Zeit.
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- Intensionen (2/2)
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Ich arbeite gerne in schwarz – weiß. Dabei verstehe ich Schwarz als wichtigen Partner wie Kontrahenten von Weiß. So wie das Licht ohne die Dunkelheit unerträglich wäre, genauso, wie die Dunkelheit ohne die vielen Grautöne, die ihr das Licht schenkt, verloren ist. Sie gehören schon immer zusammen und sind in diesem Sinne weder gut noch schlecht, sie sind nicht in Frage zu stellen, so wie der Tag ohne die Nacht nicht existieren würde. Ebenso grenzen sie sich voneinander ab, ohne sich Feind zu sein. Es ist einfach ein unschlagbares Team, dessen Kontrastwirkung einzigartig ist und eine große Faszination in mir auslöst. Kein anderes Farbenpaar erreicht das in diesem Umfang. Schwarz im Sinne von Dunkelheit bedeutet für mich eine Faszination an dem „Schönen des Geheimnisvollen“. Und die Mystik des Lichts in der Dunkelheit beschreibt die Geschichten, die die Bilder erzählen, und zu denen ich in meinen Buchprojekten einladen möchte.
An dieser Stelle möchte ich noch vom Prozess der Bilderstellung meiner Fotografien berichten, einem Verfahren, in dem aus ursprünglich bunten, taghellen Bildern mystische Bild Metamorphosen entstehen. Hier kommt für mich ein ganz besonderer Moment zum Tragen: Am Monitor des Computers entsteht ein Verwandlungsprozess, der geradezu einem „Tanz der Schatten“ gleicht. Danach habe ich dann auch mein erstes Buchprojekt benannt: „Schattenreigen“. Diese Umwandlung ist der Moment, in dem die Gegenwart zu schwinden scheint, Platz macht für die geheimnisvolle Vergangenheit. Schon an den Orten, an denen die Fotos gemacht werden, spiele ich gedanklich diesen Prozess durch. Was ich dabei erfahre, ist eine Art „Vorfreude auf die Dunkelheit“. Man kann dieses Verfahren auch mit den bildnerischen Mitteln des Filmemachens vergleichen. Im Fernsehen werden Handlungen in der Vergangenheit oft in schwarz-weiß Einblendungen gezeigt. Durch die Grautöne in den Bildern werden alte Geschichten, Erinnerungen auferweckt und wieder neu entdeckt. Der veränderte Farbton führt auch bei meinen Bildern zu einem anderen Hinschauen – ein neues Entdecken der alten, steinernen Zeugen der Zeit...
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- Ausstellungen 1995 - 1996
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1995 - 1996
1995 Pädagogische Hochschule, Heidelberg: Grafiken (Gemeinschaftsausstellung Studierender des Faches Kunst) 1996 Bürohaus Luisenpark, Mannheim, „Jugend Gestaltet“: Plastiken, Installationen, Collagen (Förderpreisausstellung des Künstlerbundes Rhein-Neckar) 1996 Institut für Systemische Forschung, Therapie und Beratung, Heidelberg: „Ansichten von Heidelberg und andere Sichtweisen“ (Ausstellung zur 800-Jahr-Feier der Stadt Heidelberg, Lehrkräfte der Jugendkunstschule Heidelberg) 1996 Mods hair und Italien Style, Heidelberg (Folgeausstellungen der Exponate aus „Ansichten von Heidelberg und andere Sichtweisen“
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- Ausstellungen 2004 - 2009
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2004 - 2009
2004 Bistro Marcel´s, Wiesloch: Malereien, Grafiken, Fotografien 2004/2005 Eisbar Diamante, Wiesloch: Fotografien 2006 Landratsamt Calw: „Einblicke“: Fotografien, Malereien, PC-Grafiken (Examensabschluss-Ausstellung der Studierenden der „Hochschule für Kunsttherapie und Kreativpädagogik“ in Calw) 2009 Weihnachtsmarkt Wiesloch: Fotografien, Malereien
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